ASB - Arbeiter Samariter Bund Forchheim - Wir helfen hier uns jetzt

Heimleitung

Christian Cartus

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Heimverwaltung

Alexandra Schuster

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Die Konzeption - Wohnen heißt Zuhause sein!

Wohnen bedeutet nicht nur Versorgung, Unterkunft und Verpflegung, sondern Geborgenheit und Eigenständigkeit, die Möglichkeit des Rückzuges und der Offenheit nach außen.

Erwachsene Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf ein eigenes Zuhause. Sie müssen die Möglichkeit haben, ihr Elternhaus im selben Alter zu verlassen wie andere junge Menschen auch. Die Bewohnerinnen  und Bewohner haben im Wohnheim die Möglichkeit, sich neuen Aufgaben zu stellen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und gute Freunde zu finden. Somit stellt die Wohneinrichtung einen Ort zum Leben dar, ein Raum für Entwicklungen und die Erhaltung der Persönlichkeit.

So selbständig wie möglich - mit so viel Hilfe wie nötig!

Dabei gilt: Selbständigkeit geht vor Perfektion

Lebensraum "Wohngruppe"

... jeden nach seinen Fähigkeiten fördern

Das Wohnheim Friedrich- Ludwig- Jahn- Str.9 ist konzipiert als Wohnstätte für erwachsene Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung.

Mit Aufzug und speziellen sanitären Anlagen ist das ganze Haus rollstuhlgerecht gebaut. Es liegt nahe am Stadtkern von Forchheim, wodurch eine enge Anbindung an das öffentliche Leben ermöglicht ist. In vier Wohngruppen leben jeweils zehn Frauen und Männer. Das Zusammenleben in einer solch kleinen Gemeinschaft bleibt für den Einzelnen überschaubar. Die Wohngruppen sind weitgehend autonom und gestalten ihren Alltag nach eigenen Bedürfnissen.

Jede Gruppe ist eine selbständige Einheit mit eigenem abgeschlossenen Wohnbereich, bestehend aus gemeinschaftlich genutztem Wohn-/ Esszimmer mit Küche. Jede Gruppe verfügt über einen Hauswirtschaftsraum zur Lebensmittelbevorratung und einem Waschraum mit Waschmaschine und Wäschetrockner. Zwei Wohngruppen sind mit einem zusätzlichen Pflegebad ausgestattet, eines davon mit einer modernen Hubbadewanne, die insbesondere zur Pflege der Bewohner mit körperlichen Behinderungen eingesetzt werden kann. Für die Bewohner stehen auf jeder Wohngruppe sechs Einzelzimmer und zwei Doppelzimmer zur individuellen Nutzung zur Verfügung. Dabei nutzen immer zwei Bewohner zusammen eine gemeinsame Nasszelle mit Dusche und WC. Auf jeder Wohngruppe sind jeweils zwei der Zimmer rollstuhlfahrergerecht gebaut und eingerichtet. Im Erdgeschoss stehen ein Veranstaltungs-, ein Hobby- und ein Therapieraum zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Belegt sind unsere Gruppen nach dem Prinzip der Heterogenität. D. h. die Gruppe ist durchmischt mit unterschiedlichen Behinderungsgraden, Geschlechtern und Lebensaltern. Die meisten Heimbewohner besuchen derzeit die Werkstatt der Lebenshilfe Forchheim.

Der Gruppenalltag

Hilfe zur Selbsthilfe

Wie in jeder Familie muß der Alltag geplant und organisiert werden. Viele praktische Arbeiten wie die Essenszubereitung, der Hausputz, kleinere Einkäufe usw. sollen von den Bewohnerinnen und Bewohnern weitestgehend selbständig erledigt werden. Nur da, wo körperliche oder intellektuelle Grenzen selbständiges Handeln einschränken, helfen die Mitarbeiter mit Rat und Tat. Einer unserer wichtigsten pädagogischen Grundsätze lautet, dass Menschen mit Behinderungen selbständig und selbstbestimmt handeln sollen, soweit es ihre Fähigkeiten zulassen. 

Deshalb ist es wichtig, jedem einzelnen Bewohner durch Vorbild und Anleitung zu helfen, seine Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Nicht die Entmündigung des behinderten Menschen durch eine unangemessene Rundum- Betreuung, sondern die Hilfe zur Selbsthilfe ist unser pädagogischer Auftrag. 

Jede Wohngruppe sollte sich weitgehend selbstständig und demokratisch entwickeln können. 

Das täglich Miteinander zwischen Mitarbeitern und Bewohnern ist von grundsätzlichen Haltungen und pädagogischen Zielen geprägt: 

  • Anleitung zur Selbständigkeit 
  • Förderung von Begabungen und Fähigkeiten 
  • Stärkung des Selbstbewusstseins 
  • Integration von Individualität und Gruppenanspruch 

Um diese Ziele verwirklichen zu können, bedarf es qualifizierter und motivierter Mitarbeiter. Jede Wohngruppe wird von einem Team betreut, das sich aus pädagogischen Fachkräften und Hilfskräften zusammensetzt. Ihre Arbeit organisieren die Teams weitgehend selbstständig nach Neigung und Können ihrer Mitglieder. Eine besondere Verpflichtung sehen wir in der Ausbildung junger Menschen zum Heilerziehungspfleger/in. Ziel soll es sein, dem Menschen mit Behinderung entsprechend seiner einzigartigen und unverwechselbaren Identität, Möglichkeiten für eine weitestgehend autonome Lebensgestaltung als entscheidende Voraussetzung, um ein sinnerfülltes Leben führen zu können, zu eröffnen.

Die Tagesstrukturierende Maßnahme (TSM)

Sinnerfüllte Tagesgestaltung

Das Altern bringt viele Veränderungen mit sich - der ganze Lebensrhythmus verändert sich. Der angestammte Arbeitsplatz muß verlassen werden. Die sozialen Kontakte zu den Kollegen werden weniger oder brechen vielleicht auch ganz ab. Ein Lebensabschnitt geht zu Ende. An diesem Punkt schafft die TSM ein Angebot für ältere Menschen, um in dem nun beginnenden Lebensabschnitt Orientierung und Sinn zu geben. In der Tagesgruppe kann eine positive und sinnerfüllte Tagesgestaltung stattfinden, bei der verschiedene Angebote der Freizeitgestaltung und Förderung gemacht werden.

In der tagesstrukturierenden Maßnahme innerhalb unserer Wohneinrichtung soll es dem alten Menschen auch ermöglicht sein, seinen Bedürfnissen nach Rückzug in die eigenen Räumlichkeiten und damit nach Sicherheit und Ruhe gerecht zu werden.

Es ist aber auch reichlich Platz für eigene Ideen, Interessen und Neigungen, so dass jede Teilnehmerin/ jeder Teilnehmer einen individuell gestalteten Tag in der Gruppe wahrnehmen kann. Die Tagesgruppe ermöglicht den älteren Menschen unseres Wohnheimes eine individuelle und umfassende Begleitung beim Älterwerden, das bedeutet somit Altern in Würde.