ASB - Arbeiter Samariter Bund Forchheim - Wir helfen hier uns jetzt

Geschichte des ASB in Forchheim

Der ASB entstand 1888 als Selbsthilfebewegung der Arbeiterschaft. Ausgangspunkt war die damals schlechte medizinische Versorgung der Arbeiter bei Unfällen am Arbeitsplatz.

Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich der ASB deutschlandweit zu einer wichtigen, politisch und konfessionell unabhängigen Hilfsorganisation.

Gerade diese Unabhängigkeit führte während des Nationalsozialismus zum  Verbot des ASB.

Wir, der ASB Forchheim, wurden 1952 mit Unterstützung der örtlichen Arbeiterwohlfahrt und des ASB-Landesverbandes Bayern e.V. gegründet.

Zunächst konzentrierten wir uns auf die Sanitäts- und Rettungsdienste, später kamen Behindertenfahrdienste dazu.

Eine entscheidende Aufgabenerweiterung erfuhr unser ASB in Forchheim 1989 durch die Einrichtung von Wohnstätten für Menschen mit Behinderung.

Im Laufe der Geschichte gab es eine Vielzahl von Herausforderungen, die neue Impulse für unsere Entwicklung setzten.

Details zur Geschichte des ASB in Forchheim finden Sie nach Jahren gegliedert auf den Folgeseiten.

Außerdem können Sie sich unser Jubiläumsbuch mit vielen Berichten und Bildern   ansehen

Viel Spass beim Erkunden der ASB-Geschichte!!!

1952 - 1977

1952
Gründung des Regionalverbandes (Gründungsprotokoll)

1953
beantragt der ASB die Genehmigung zum Betrieb eines Mietwagenverkehrs, beschränkt auf den Transport von Leichtkranken.

1954
am 26. März 1954 erteilt der Stadtrat von Forchheim die Genehmigung. Aufgrund Widerspruch vom bayerischen Landesverband für Kraftdroschken und Mietautounternehmungen, Bezirk Oberfranken wird die Genehmigung durch die Regierung von Oberfranken am 25. Mai 1954 widerrufen.im gleichen Jahr wird das erste Fahrzeug der ASB-Kolonne Forchheim angeschafft, ein gebrauchter Ford Taunus Standard mit Radio für 2.200,-- DM. Das Geld für die Finanzierung stellte der damalige technische Leiter, Herr Karl Brunner zur Verfügung.

1955
Es dauerte einige Schreiben hin und her, sowie eine Anfechtungsklage des ASB bis am 27. Januar 1955 dann endgültig der Genehmigungsbescheid erging. Damit konnte das im Vorjahr erworbene Fahrzeug endlich eingesetzt werden.

1959
Gründung der DLRG in Forchheim in Zusammenarbeit mit dem ASB ForchheimDie Idee, in Forchheim eine Ortsgruppe der DLRG zu gründen, hatten 1959 Kameraden aus Erlangen. Ziel war es, das Netz der Lebensretter im Forchheimer und Bamberger Raum zu verdichten; eine strenge Verbandsgliederung nach Landkreisen und Regierungsbezirken gab es damals noch nicht. Unterstützt wurde das Vorhaben durch den ASB: Dessen damaliger 1. Vorsitzender Georg Wilhelm lud im Juli 1959 zwei Kameraden der DLRG Erlangen zu einer weichenstellenden Versammlung ein. Folge dieser Versammlung war unter anderem die Durchführung einer Katastrophenschutzübung am 12. September 1959 zusammen mit ASB, THW und der städtischen Feuerwehr Forchheim an der Regnitz gegenüber von Burk. Am 19. September wurde eine Zweigstelle der DLRG Erlangen in Forchheim gegründet - der DLRG Ortsverband Forchheim gehörte dem DLRG Bezirksverband Erlangen an.

1960
Um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein, standen auch Einsatzübungen auf dem Dienstplan. So fand am 17. Oktober 1959 eine große Übung auf dem Gelände oberhalb der Spinnerei statt. Werksfeuerwehr, THW, ASB, BRK und FFW mussten ihre Zusammenarbeit unter Beweis stellen. Einsatzszenario war der Absturz eines Flugzeugs.

1961
Wie schnell aus Übung Ernst werden kann, zeigte sich am 28. März 1961. Eine tschechische Verkehrsmaschine vom Typ "Illjuschin 18", die sich gerade auf dem Flug von Prag nach Afrika befand, war nach Augenzeugenberichten in der Luft in Brand geraten und danach auf freiem Feld bei Oberrüsselbach im Landkreis Forchheim abgestürzt. Gemeinsam mit dem THW und anderen Hilfsorganisationen war der ASB maßgeblich an der Bergung der 52 Opfer beteiligt. Es bot sich ein Bild des Grauens und stellte die Helfer sowohl physisch wie auch psychisch auf eine harte Belastungsprobe: Leichen und Leichenteile mussten zur Identifizierung aus den Trümmern geborgen und zusammengetragen werden. Die zahlreichen Schaulustigen, die sich mittlerweile an der Unfallstelle eingefunden hatten sowie das kalte Regenwetter erschwerten die Bergungsarbeiten zusätzlich.

Rettungs- und Sanitätsdienst bis weit in die 80er Jahre

1978 - 2000

1978
Beginn des Behindertenfahrdienstes1986 Der Mobile soziale Hilfsdienst (MSHD) nimmt seine Arbeit auf

1989
Eröffnung der ersten Wohngruppe für geistig / körperlich behinderte Menschen in Forchheim

1992
Bezug des neuen Wohnheimes für Menschen mit Behinderung in Forchheim

1995
Eröffnung einer Sozialstation im Rahmen des Pflegeversicherungsgesetzes.Transport von Hilfsgütern und einem ausgemusterten Fahrzeug des Fahrdienstes in das Kriegs- und Krisengebiet nach Kroatien. Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit der Frankenloge Bamberg (IOOF) statt.

1996
Kooperationsvertrag mit dem Nachbar-Regionalverband OV Fränkische SchweizGründung einer Trägergemeinschaft mit mehreren Sozial- und Wohlfahrtsverbänden (Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Johanniter-Unfallhilfe) zur Sicherung des Seniorenbüros in Forchheim

1997
Einführung des Pflegebereitschaftsdienstes im Landkreis Forchheim. Auch am Wochenende, Feiertagen und in der Nacht ist kurzfristig die Übernahme von Pflegefällen gewährleistet.Abschluß der Verhandlungen mit der PBDE (Planungsgesellschaft Bahn Projekt Deutsche Einheit) und Unterzeichnung des Notarvertrages.Gleichzeitig der Kauf des neuen Grundstückes mit nunmehr 7.500 m² auf dem "alten VfB-Platz" in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Strasse in Forchheim

1998
Präsentation des ASB in Form eines "Tag der offenen Tür" mit Feuerwehrübung und Segnung der mehr als 60 Fahrzeuge auf dem neu erworbenen Grundstück in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Strasse. Es wird ein Kooperationsvertrag zwischen ASB und VdK im Landkreis Forchheim geschlossen.Unter dem Motto "Heilig Abend für Alle" führt der ASB in den Abendstunden des 24. Dezember 1998 mit ehrenamtlichen Helfern des ASB, der AWO Forchheim und der Frankenloge Bamberg (IOOF) eine Aktion für Alleinstehende, Bedürftige und sonstige Interessierte durch. Mehr als 14 Nationen und Konfessionen sind unter den knapp 30 Gästen vertreten. Die Resonanz zeigt die absolute Notwendigkeit dieser Aktion.

1999
Schliessung des ambulanten Pflegedienstes wegen der hohen Defizite und vergeblicher Bemühungen zur Stabilisierung und Kostendeckung

2000
Neustrukturierung des ASB im Landkreis - die bisherigen Ortsverbände werden rechtlich selbständige Regionalverbände e.V.

2001 - 2010

2001
Ausweitung des Behindertenfahrdienstes nach BambergAbschluss der Ausgliederung als selbständiger Regionalverband e.V.

am 24.11.2001 Spatenstich und Beginn der Baumassnahmen für das neue "Wohnheim für behinderte Menschen"

am 29.11.2001 Übergabe einer Zuschussbewilligung über 500.000,-- DM durch die "Stiftung für behinderte Kinder" 

am 30.11.2001 Weihnachtsfeier in der Sporthalle Hausen am 09.12.2001

am 10.12.2001 findet im Vereinsheim des ASB die Gründung der OBA (Offene BehindertenArbeit) statt. Alle großen Wohlfahrts- und Hilfsorganisationen (ASB, AWO, BRK, Caritas, Diakonie, Johanniter, Lebenshilfe, VdK) sowie Vertreter der Politik vereinbaren eine Trägergemeinschaft. Diese Konstellation ist einmalig in Bayern, evtl. sogar in Deutschland.

Aufgaben der OBA ergeben sich aus der Satzung. Hauptsächlich geht es um Unterstützung und Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung, gleich welcher Art. Sprachrohr bei Politik und Verwaltung für die Belange von Menschen mit Behinderung sind weitere Aufgaben. Die breite Basis in der Trägergemeinschaft findet sich auch in der Besetzung des Vorstandes wieder, in dem wechselweise durch die Trägerverbände Vorstandsmitglieder zur Wahl gestellt werden. Die Besetzung durch Betroffene und andere Interessierte wird in der Satzung geregelt. Damit wird eine evtl. Gewichtung der Interessen zu Gunsten Einzelner vermieden.

Weihnachtsfeier im Sportheim des FC Burk am 14.12.2001 Zum zweiten Mal findet die Aktion "Weihnachten für Alle"

am 24. Dezember 2001 statt. Auch dieses Mal wieder unter Beteiligung ehrenamtlicher Helfer des ASB, der AWO und der Frankenloge Bamberg. Ca. 25 Gäste fühlen sich sehr wohl und geniessen einige unbeschwerte Stunden. Die Fortsetzung dieser Aktion ist geplant. 2002Am 12. April werden im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung Vorstandsmitglieder gewählt. Neben der Bestätigung einiger für die neue Amtsperiode finden sich neue Amtsträger zur Führung des Regionalverbandes. Rund 250 Gäste feiern am 26. September

2002
Richtfest für das neue Wohnheim und sind von dem Bauwerk tief beeindruckt.  Nach fast 13-jähriger Tätigkeit muss der MSHD seine Dienste einstellen. Der Wegfall des Versorgungsvertrages der Pflegekassen, sowie der immer höher werdende Kostendruck, ermöglichen seit Jahren keine kostendeckende Arbeit mehr. Der außerordentlich hohe Qualitätsstandard der Leistungen ist nicht mehr finanzierbar. Im Rahmen eines Festaktes im historischen Rathaussaal der Stadt Forchheim feiert der ASB am 06.12.2002 sein 50-jähriges Jubiläum.

Rund 150 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kirche sowie eine große Anzahl Mitarbeiter nehmen am ökumenischen Festgottesdienst und der anschließenden Festveranstaltung teil. In diesem Rahmen konnten langjährige Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft im ASB Forchheim (Frau Maria Nagengast und Frau Elisabeth Wehner) sowie für 40 Jahre Zugehörigkeit (Fau Rudert) geehrt werden. Als Gründungsmitglieder bzw. sehr verdiente Amtsträger der ersten Jahre im Bestehen des ASB wurden Herr Georg Hüller, Herr Alfons Mirschberger und Herr Kurt Narr zu Ehrenmitgliedern des Regionalverbandes ernannt. Neben der örtlichen Presse wurde die Veranstaltung von TV Oberfranken aufgezeichnet und übertragen.

Weihnachtsfeier am 20.12.2002 im Sportheim Burk mit Ehrungen von langjährigen MitarbeiterInnen.

2003
Umzug an den neuen Standort in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 9 in Forchheim. Eine lange Reise findet ihr Ende. Viele helfende Hände trugen dazu bei, den finanziellen Aufwand zu reduzieren und den Umzug reibungslos zu organisieren. Die Bewohner fühlen sich sofort wohl und integrieren sich sehr schnell in das neue Umfeld. Festveranstaltung teil. Mitarbeiter finden sich in den neuen Rahmenbedingungen ebenfalls rasch zurecht und konzentrieren sich auf die Betreuung und Versorgung der uns anvertrauten Menschen.

2004
Am 22. Mai 2004 kann endlich die Einweihung des neuen Standortes gefeiert werden. Viele Mitglieder und Freunde des ASB sind gekommen, um diese Feierstunde mit zu erleben. Verbunden mit einem "Tag der offenen Tür" konnten sich rund 2000 Menschen über die Arbeit und den neuen Standort des ASB in Forchheim informieren. Die Resonanz war überaus positiv. Für alle Altersgruppen war gesorgt. Neben Führungen und Informationen für die Erwachsenen war die Hüpfburg (bereitgestellt von der St. Joseph-Stiftung in Bamberg) oder das Kinderschminken und Malen (Kinderschutzbund Forchheim) Attraktion für die Kleinen. Ein Auftritt der Tanzgruppe des türkischen Kulturvereins Forchheim war weiterer Höhepunkt der Veranstaltung. Für die Bewohner am beeindruckendsten war sicherlich die Schlüsselübergabe durch einen echten Schornsteinfeger, der dem Haus und den Bewohnern viel Glück wünschte. Die netten Worte der Geistlichen anläßlich der ökumenischen Weihe hinterließen nachhaltigen Eindruck. Neben Presseberichten hatte auch TV Oberfranken einen Bericht in der Umschau gesendet. 2004 Aufnahme des nicht qualifizierten Liegendtransportes im Behindertenfahrdienst. Hierdurch können auch liegende Patienten befördert werden, sofern diese keine Betreuung durch ärztliches Fachpersonal benötigen. Sehr erfolgreich war die Ausstellung von Bildern in der Klinik Ebermannstadt, bei der die Bewohner ihre künstlerischen Talente präsentieren und etliche Bilder verkaufen konnten. Das Benezifzkonzert des Gospelchores Kronach zugunsten des ASB war so erfolgreich, dass Chor und Organisatoren spontan eine Wiederholung zusagten. Die Übergabe eines durch Aktion Mensch finanzierten Fahrzeuges fand im Rahmen der diesjährigen ASB-Kerwa und in Verbindung mit einem Tag der offenen Tür statt, an dem ca. 600 Interessierte und Freunde des ASB die Gelegenheit zum Feiern und Besichtigen nutzten. Durch die starke Beteiligung der Mitarbeiter und Mitglieder war der ASB beim traditionellen Annafestumzug nicht zu übersehen und mit den historischen Fahrzeugen ein viel fotografierter Teil des Zuges. Die Präsentation der Leistungen auf der Ofra gehört schon zur Tradition des Verbandes. Erstmals berichtete Radio Bamberg live über den ASB und seine Angebote im Landkreis Forchheim. In Zusammenarbeit mit allen Forchheimer Sozialverbänden war der ASB am ersten sozialpolitischen Gespräch mit den Vertretern der Politik auf Kreisebene beteiligt. Herr Caps betonte, dass dieses Gespräch ein weiterer Schritt ist, gemeinsam mit allen beteiligten Partnern die Sozialpolitik im Landkreis für die Zukunft zum Wohle der Bürger zu gestalten und weiter zu entwickeln.

2005
Weihnachtsfeier mit Überraschungen Erstmals richtete der ASB seine jährliche Weihnachtsfeier in der Jahn-Kulturhalle aus. Aus kosten- und organisatorischen Gründen gibt es seit dem letzten Jahr für Mitarbeiter und Gäste eine gemeinsame Feier. Der Jahresbericht, durch Geschäftsführer Wolfgang Caps als Bildpräsentation vorgetragen, zeigte die vielfältigen Aktivitäten des ASB im Jahre 2005 auf.  Auch eine traurige Begebenheit war zu berichten. Am 23.10.05 verstarb nach schwerer Krankheit ein Bewohner des Wohnheimes. Dank der Mitarbeiter und in Zusammenarbeit mit den Angehörigen war es möglich, den Bewohner in der vertrauten Umgebung zu versorgen und damit die Gelegenheit zum Abschied zu geben. Damit ist auch ein wichtiges Ziel des ASB am neuen Standort erreicht; die Begleitung der Bewohner bis zuletzt.   In der Ehrung konnte Striegel langjährige Mitarbeiter die Ehrennadel überreichen. Für 10 Jahre Frau Anna Trautner, Frau Monika Trautner, Herrn Karl-Heinz Trautner, Frau Monika Zenk und Herrn Gerd Hack. Schon 20 Jahre für den ASB tätig sind Herr Georg Landgraf und Frau Christa Stasch.  Für die Mitarbeiter überraschend kam die Aufforderung, vollzählig auf die Bühne zu kommen. Mehr als dreiviertel aller Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder des ASB waren schließlich auf der Bühne versammelt und präsentierten dem Publikum, wie zahlreich der ASB im Landkreis unterwegs ist. Der Dank an die Mitarbeiter aber auch an die Auftraggeber wurde mit großem Applaus honoriert. Dass beim Verlassen der Bühne jede Kollegin und Kollege noch eine Rose in den Farben des ASB, nämlich rot und gelb erhielt war nicht das letzte Highlight der Feier.  In den Pausen zwischen den Programmpunkten sowie der Eröffnungsmusik, wurden durch Sven Müller auf seiner Orgel Weihnachtslieder dargeboten. Seit vielen Jahren begleitet der junge Mann die jährlichen Feiern des ASB mit seiner professionellen Musik.  Mehrfach schon konnte Gaststar Luciano Rondine die Gäste des ASB bei Weihnachtsfeiern begeistern. Als Überraschungsgast brachte Rondine den neuen Kinderstar aus Bamberg, Laura Bartel mit. Diese, bekannt durch Funk und Fernsehen sowie ihren Auftritt beim Forchheimer Weihnachtsmarkt berührte die Gäste mit ihrer so jungen und doch kraftvollen Stimme.  Der Besuch des Forchheimer Weihnachtsengel Tatjana mit dem Weihnachtsmann bildete den Abschluss der großen Weihnachtsfeier mit Überraschungen.